Mutter Erde im Mittelpunkt

Ein Konzept des Guten Lebens

Das in Lateinamerika entwickelte Konzept Buen Vivir (grob übersetzt 'Gutes Leben') umfasst gemeinschaftliches Zusammenleben und Zufriedenheit ohne zügellosen Konsum gepaart mit einem respektvollen Umgang mit der Natur.

Das aus vielen verschiedenen Weltansichten indigener Völker entwickelte Konzept hat mittlerweile Einzug in die Verfassung der südamerikanischen Staaten Ecuador und Bolivien genommen. Während vor allem die westliche Welt trotz aller Warnungen von Umweltschützern und Klimaforschern weiterhin wirtschaftliches Wachstum als höchstes Ziel vor Augen hat, zeigt Buen Vivir eine nachhaltige Alternative.

Kerngedanken von Buen Vivir

Was können wir tun?

Menschen^Natur Dualismus

Die Natur als Rechtsperson

Die westliche Welt trennt in der Regel den Menschen von der Natur. Buen Vivir will diese Differenz abschaffen und schreibt der Natur eigene Rechte zu - so hat zum Beispiel ein Fluss ein Recht auf Sauberkeit

Pluralismus

Jede Kultur wertet die Gesellschaft auf

Buen Vivir spricht sich stark für eine Gesellschaft aus vielen unterschiedlichen Kulturen aus. So profitiert die Gesellschaft von einer großen Diversität an Kulturen und gemeinschaftliches Zusammenleben wird besser und vielseitiger.

Abschaffung des Konsumismus

Weniger ist manchmal mehr

Der westliche Lebenstil ist stets auf ein "besseres" Leben aus, aber kein "gutes". Wohlstand und Glück wird in der Regel materiell definiert. Daraus folgt die Ausbeutung der Natur sowie der "dritten Welt". Buen Vivir steht für ein Leben ohne zügellosen Konsum und großen Materialverbrauch.

Regional unabhängig werden

Keine Nahrungsmittel aus den anderen Enden der Welt importieren

Der allergrößte Teil unserer Lebensmittel wird importiert - das muss nicht sein. Buen Vivir steht für regionale Versorgung - das ist umweltschonender und man ist somit unabhängig von globalen (Wirtschafts-)krisen.

Die Idee verbreiten

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